Wenn Stress und Reize einfach zu viel werden: COMT-Polymorphismus
Das COMT-Enzym (Catechol-O-Methyltransferase) hilft dabei, aktivierende Stoffe wie Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin wieder abzubauen.
Bei manchen Menschen arbeitet dieses Enzym genetisch langsamer – man spricht vom sogenannten „langsamen COMT-Typ“ oder Worrier-Typ.
Dadurch bleiben aktivierende Neurotransmitter und bestimmte Hormone länger im Blut.
Das kann zu einem Zustand führen, der sich anfühlt, als würde das Nervensystem nie wirklich „runterfahren“.
Warum das wichtig ist:
Ein langsamer COMT-Typ bedeutet nicht „Krankheit“ – sondern eine besondere biochemische Empfindsamkeit.
Das Nervensystem läuft feiner getaktet, braucht dafür aber auch mehr Ruhephasen, Magnesium, B-Vitamine (v. a. B2, B6, B12, Folat) und einen bewussten Umgang mit Stress, Koffein und Reizen.
Typische Anzeichen für einen langsamen COMT-Typ:
innere Unruhe, Übererregbarkeit oder ständige Anspannung
starkes Grübeln oder Gedankenkreisen, auch abends
Schlafprobleme oder nächtliches „Aufwachen im Kopf“
empfindlich auf Koffein, Alkohol, Medikamente oder Gerüche
schnell gereizt oder emotional überflutet
Stress führt leicht zu Stimmungseinbrüchen oder Erschöpfung
PMS-Symptome, Brustspannen oder Migräne
Histaminintoleranz oder Unverträglichkeiten nehmen zu
Östrogendominanz-Tendenz (weil Östrogene ebenfalls über COMT abgebaut werden)
Verknüpfung mit Östrogen & Histamin
COMT ist auch an der Methylierung beteiligt – demselben biochemischen Weg, über den:
Östrogene abgebaut werden (besonders Estradiol → Methoxyöstrogene),
Histamin abgebaut wird (indirekt über den DAO-/HNMT-Weg, der von Methylgruppen abhängt).
Deshalb zeigen viele Betroffene eine Kombination aus:
hormonellen Beschwerden (Östrogendominanz),
Reizüberempfindlichkeit,
Histaminintoleranz (Flush, Kopfschmerzen, Blähungen).
Bist du feinfühlig, schnell im Denken – und willst manchmal einfach zu „viel auf einmal“?
Manche Menschen verarbeiten Eindrücke, Reize und Emotionen intensiver als andere.
Sie denken blitzschnell, haben ein gutes Gespür für Stimmungen, sind kreativ, empathisch und oft sehr leistungsfähig.
Doch genau diese Stärken können anstrengend werden, wenn das Nervensystem keine ausreichenden Pausen bekommt.
Ein möglicher Grund: eine langsamere COMT-Aktivität – also ein Enzym, das aktivierende Botenstoffe (wie Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin) und bestimmte Hormone nur verzögert abbaut.
Dadurch bleibt das System länger „an“ – du nimmst mehr wahr, reagierst stärker, aber regenerierst langsamer.
Wenn du dich hier wiedererkennst, hilft dieser kleine Test dir, ein Gefühl dafür zu bekommen,
ob du zu den Menschen gehörst, die Informationen und Reize besonders tief und schnell verarbeiten – und welche Balance dein Körper vielleicht braucht.
Teste hier, ob du auch betroffen sein könntest:
COMT (langsam) – Selbsttest
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